| Info: Was ist die Transaktionsanalyse? |
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Die Transaktionsanalyse (TA) wurde von Eric Berne (1910-1970), einem kanadischen Psychiater, in den frühen sechziger Jahren entwickelt. Ursprünglich wollte Berne die psychoanalytischen Theorien erweitern, weil er sah, dass die Psychoanalyse den neuen Entwicklungen und Erkenntnissen der Humanistischen Psychologie, den Kommunikationswissenschaften und der Neurophysiologie nicht mehr gerecht wurde. Die Transaktionsanalyse ist ein Modell Die Transaktions-Analyse (TA) ist ein psychologisches Modell, das vielfältige Erkenntnisse und praktische Gestaltungsmöglichkeiten zu folgenden Fragen bietet:
Den Schlüsselbegriff der TA stellen die 3 so bezeichneten Ich-Zustände dar: das "Kind-Ich", das "Erwachsenen-Ich" und das "Eltern-Ich". Ein Ich-Zustand umfasst die gesamte Art und Weise, wie ein Mensch in einer konkreten Lebenssituation sich selbst erlebt und wie er sich im einzelnen verhält. Seine jeweiligen Einstellungen und Handlungen sind die Ergebnisse seiner persönlichen Erfahrungen seit seiner Kindheit, innerhalb der Erwachsenenwelt und durch elternhafte Einflüsse. Ob wir es wollen oder nicht -- das Leben hat uns alle im Laufe unserer persönlichen Entwicklung vom Kinde zum Erwachsenen, oft auch bis hin zum Elternteil, seinen Stempel aufgeprägt. Und diese Prägungen wirken bis heute nachhaltig fort. Transaktion(en) Erheblichen praktischen Nutzen aus dieser Erkenntnis können wir gewinnen, wenn wir die Wechselwirkungen der einzelnen Gesprächsanteile (die so bezeichneten "Transaktionen") genauer untersuchen (sie "analysieren"). Dabei geht es darum festzustellen, welche Ich-Zustände mit welchen Gesprächsanteilen in der jeweils gegebenen Situation die Kommunikation fördern und welche Ich-Zustände mit welchen Gesprächsanteilen eher Störungen im Gespräch auslösen. Die TA stellt uns hier hervorragend geeignete Werkzeuge zur Verbesserung der menschlichen Verständigung zur Verfügung. Mit der Analyse der einzelnen Gesprächsanteile können wir außerdem feststellen, wie genau wir vorgehen, wenn wir die Aufmerksamkeit und die Zuwendung unserer Mitmenschen (so bezeichnete "Strokes") erlangen wollen und wenn wir uns bemühen, einerseits Langeweile, andererseits Stress im Tagesablauf zu vermeiden. Die Ich-Zustände bieten insbesondere hilfreiche Ansätze zur Lösung von Verwicklungen, die geradezu zwangsläufig auftreten, wenn mehrere Menschen zur gleichen Zeit am gleichen Ort sich unterschiedlichen Aktivitäten widmen. Das betrifft die ganze Bandbreite vom Rückzug auf sich selbst, über rituelle Verhaltensweisen, angenehme Freizeitbeschäftigungen und ernsthafte Arbeit bis hin zu trickreichen Ränkespielen und zur Intimität. Das Script Ein weiterer zentraler Gesichtspunkt der TA ist das so bezeichnete "Script". Mit diesem Begriff beschreibt die TA den roten Faden, der sich durch unser Leben zieht, vergleichbar mit dem Drehbuch eines Films, nach dessen Inhalt wir wesentliche Szenen unseres Lebens gestalten. Auch das Script ist zurückzuführen auf prägende Einwirkungen aus der Kindheit. Auf diese wegweisenden Einflüsse haben wir schon früh in unserem Leben mit eigenen Entscheidungen reagiert, an die wir uns auch heutzutage noch halten, selbst wenn sie uns im Einzelfall erheblich beeinträchtigen. Und wie im Film steuern wir mehr oder weniger bewusst auf ein Finale zu, das unsere Lebensentscheidungen rechtfertigen soll, welchen Preis auch immer das kosten mag. Alles OK. Alles OK? Im Zusammenhang mit dem Script steht ein weiteres wesentliches Begriffsbündel der TA, die so bezeichneten "Grundeinstellungen". Sie sind einteilbar in 4 mehr oder weniger positiv eingefärbte grundlegende Überzeugungen, die uns ebenfalls seit unserer Kindheit maßgebend beeinflussen und das Verhältnis zwischen uns und anderen Menschen sowie den Bezug zu unserer Umwelt betreffen. Diese Grundeinstellungen lassen sich umschreiben mit den Ausdrücken
Negativ eingefärbte Grundeinstellungen und unser jeweiliges persönliches Script bilden gemeinsam die Basis für Verzerrrungen (so bezeichnete "Discounts"), für Gefühlsmaschen und für Psycho-Spielchen, mit denen wir unser Weltbild passend hinzubiegen und unsere Mitmenschen zu manipulieren versuchen. Die TA gibt uns konkrete Anleitungen dafür, wie wir uns in unserem Alltag von diesen Verbiegungen, Maschen und unerfreulichen Erwachsenen-Spielen lösen können. Sie befähigt uns, mit realistischen Einschätzungen unsere Umwelt wahrzunehmen, echtes Empfinden an die Stelle von Ersatzgefühlen zu setzen und offen mit unseren Mitmenschen umzugehen.
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